Hallo liebe SeGOldies,
wie ihr evtl. bereits wisst, entwickeln wir zur Zeit in Zusammenarbeit mit einigen
Theaterleuten, einigen Mitgliedern der Rollstuhltanzgruppe „rolligo“ und evtl.
auch anderen Interessierten ein integratives (inklusives) Tanztheater-Projekt.
Inzwischen gab es bereits einige Treffen die, wie
wir meinen, bereits schon gute Strukturen erkennen lassen.
Zu dem Thema des Projekts möchten wir euch eine kurze Zusammenfassung
geben:
Wir stellen uns darunter ein Theaterstück vor das zum
einen etwas mit „Rädern“ zu tun haben soll, ganz gleich ob es sich dabei um ein
Einrad, ein Skateboard, ein Dreirad, einen Rolli oder sonstigen rollenden
Gegenständen handelt. Und genauso vielfältig sollen auch die Akteure des
Stückes sein. Wir haben die Vorstellung dass es von Menschen mit und ohne
Behinderung, gemeinsam mit Rollifahrern und „Fussis“ (also „Fußgängern“),
jungen und alten Menschen, Kindern und Jugendlichen gestaltet werden soll,
wobei die Fussis (ob jung oder alt) ebenfalls eine Behinderung haben können.
In einzelnen Szenen könnten z.B. die Rollifahrer und
Fussis ihre „Plätze“ tauschen – Rollifahrer tanzen dabei auf dem Fußboden, auf
einem Dreirad oder auf Stühlen und die Fussis im Rollstuhl, während evtl.
Kinder mit einem Einrad, einem Skatbord oder Roller das Bild vervollständigen –
oder einfach nur auf dem Schoß eines Rollifahrers mittanzen. Die Szenen könnten
durch verschiedene Gegenstände an Farbe und Bewegung gewinnen, wie z. B. durch Tücher,
Fahnen oder bunte Stoffbahnen, die man zum Jonglieren, Einwickeln oder auch als
Verbindung zwischen den Tanzpartnern nutzen könnte.
Unser Ziel dabei ist, dass sich die Grenzen zwischen
den einzelnen Akteuren beim Zuschauer immer mehr auflösen, dass man den
Eindruck gewinnt dass sich alles dreht und alles fließt und dass man sich zum
Schluss nicht mehr sicher sein kann, welcher der Akteure „anders“ ist als die
Mehrheit, sich die Behinderungen der Einzelnen relativieren – denn wo fängt
„Behinderung“ an und wo hört sie auf?!
Wichtig ist uns dabei auch, dass wir weder bei den
Akteuren noch in der Gruppe Leistungsdruck erzeugen wollen. Es geht uns nicht
darum in kürzester Zeit ein Tanztheaterstück aus dem Boden zu stampfen, sondern
wir wollen uns Zeit und die Freiheit dazu lassen, dass jeder nur das investiert
was er möchte, damit das Stück langsam wachsen kann.
Deshalb wäre es schön, wenn wir auch noch weitere Mitstreiter dafür begeistern könnten. Wer also mitmachen oder Ideen zu unserem Projekt beisteuern möchte, kann sich gerne unter den Mailadressen von Eka oder Udo bei uns melden:
ekao@web.de bzw. udo.kampen@web.de
Wir freuen uns bereits heute auf euch und sind
gespannt darauf, wie sich unser Projekt entwickeln wird.
Bis bald und liebe Grüße
von Udo und Eka
